Aktuelle Nachrichten (Stand Februar 2012):
Wir haben ein kurzes Memorandum zur Klimagerechtigkeit erarbeitet. Bis 2050 muss u.a. durch einen totalen Umbau der Industriegesellschaft eine Null-Emissionsgesellschaft erreicht sein. Das Papier geht auch auf die Rolle der Schwellenländer ein, liefert eine theologische Grundlage, die Gerechtigkeit, Schuld und Umkehr reflektiert, sich mit Konfliktregelungsverfahren befasst, ausgewählte Opfer des Klimawandels zu Wort kommen lässt und zu einem Sonderfonds für Klimaopfer aufruft, der hoffnungsvolle Zeichen setzen soll wie einst das PCR.
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Die Tagung war mit mehr als 50 Teilnehmenden gut besucht. Ein Wermutstropfen war die krankheitsbedingte Absage des Hauptreferenten, Prof. Dr. R. Leinfelder, vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen WBGU.
PLÄDOYER-Geschäftsführer Werner Gebert hat dies in seiner Begrüßungsansprache mit großem Bedauern bekanntgegeben. Er hat dann die Tagung in einen laufenden ökumenischen Prozess eingeordnet, der von der Internationalen Ökumenischen Friedenskonvokation im Mai in 2011 in Kingston/Jamaika zur Vollversammlung des ÖRK im Okt./Nov. 2013 in Busan/Südkorea führen wird.
Die Vorstellung des WBGU-Hauptgutachtens "Welt im Wandel". Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation" hat er ebenfalls übernommen. In dem Bericht über die PLÄDOYER-Jahrestagung werden einige Voten aus der lebhaften Diskussion stichwortartig wiedergegeben.
Der Höhepunkt der Tagung war ein Vortrag der Bischöfin i.R. und PLÄDOYER-Mitbegründerin Bärbel Wartenberg-Potter zum Thema "Die Erde gehört und nicht ! Zur Geschichte eines Irrtums. Theologische Aspekte der Klimagerechtigkeit". Der Vortrag wird der aktuellen Schöpfungstheologie und Schöpfungsspiritualität eine mächtigen Schub geben; er liefert den Überlegungen und Vorschlägen zur Klimagerechtigkeit ein solides theologisches Fundament. Er wird auch die Debatte um eine zeitgemäße Bibelauslegung (und ihren Irrtümern) neu beleben.
Bei der Tagung wurde auch der PLÄDOYER-Fortsetzungsauschuss (FA) neu gewählt (s. Bericht) sowie die künftigen Arbeitsvorhaben diskutiert und weitgehend festgelegt.